"Junge Welt" verliert wichtigen Anzeigenkunden

Gut für die Zeitung „Junge Welt“, dass sie sich fast ausschließlich aus Verkaufserlösen finanziert, wie sie angibt.

Eine andere Einnahmequelle bricht wohl demnächst für sie weg. Die Bundestagsfraktion der Linken werde künftig keine Anzeigen auf der Webseite des Blattes mehr schalten, kündigte ihr Vorsitzender Gregor Gysi gestern an. In der Druckausgabe hatte sie ohnehin nicht mehr geworben.
Diese Entscheidung ist dem wachsenden Druck der Öffentlichkeit geschuldet, aber auch dem der eigenen Partei. Stein des Anstoßes war die Aufmachung der Zeitung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus. Unter einem Foto vier bewaffneter Kampfgruppenmitglieder vor dem Brandenburger Tor stand die Widmung: „Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke.“